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Forum - Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!

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TimLuca
gelöscht
Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 1 Zum Seitenanfang
Politik Europaweit

Hallo zusammen!


in diesem Thread können wir allgemeines zum politischen Umfeld in den EU-Ländern und nicht EU-Ländern sammeln und diskutieren! Vielleicht finden wir ja interessante Unterschiede oder Ideen wie andere Länder Politik betreiben.....


Viel Spaß wünsche ich hier im Thread!

Bild 08.06.2010, 11:50
TimLuca
gelöscht
RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 2 Zum Seitenanfang

Deutschland spart

von Miriam Kraus

So, nun ist es also da, das große deutsche Sparpaket! Denn Europa befindet sich auf Sparkurs und so will Angies Regierung als leuchtendes Vorbild voran gehen. Allerdings trägt der neue Haushaltsentwurf nicht gerade zur Freude der US-Amerikaner, Teilen der deutschen Bevölkerung und der Unternehmen bei.

80 Milliarden Euro bis 2014...

...so viel Geld will Schwarz-Gelb einsparen. Allein im kommenden Jahr sollen bereits 11 Milliarden eingespart werden. Betroffen sind viele Bereiche, vor allem diejenigen die viel Geld kosten, wie der Sozialstaat, aber auch die Rüstung.
Schauen wir uns das Ganze einmal näher an:

Sozialstaat/Arbeitsmarkt 

Hier wird so einiges gestrichen!

Elterngeld Empfängern von Arbeitslosengeld II wird das Elterngeld komplett gestrichen. Das spart 400 Millionen Euro pro Jahr ein.
Grundsätzlich wird beim Elterngeld künftig eine neue Berechnungsgrundlage angewandt. Statt 67% nur noch 65% vom Nettoeinkommen. Der Höchstbetrag bleibt aber erhalten. Das spart 200 Millionen Euro pro Jahr.

Rentenversicherung 
Empfängern von Arbeitslosengeld II wird der Beitrag zur Rentenversicherung gestrichen. Das spart satte 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Heizkostenzuschuss
Wohngeldempfängern wird der Heizkostenzuschuss wieder gestrichen. Das spart rund 100 Millionen Euro pro Jahr.

Zuschlag beim Übergang von Arbeitslosengeld I auf II 
Der auf 2 Jahre befristete Zuschlag beim Übergang soll wegfallen. Spart 200 Millionen Euro pro Jahr.

Bundesagentur für Arbeit 
Die Bundesagentur soll künftig stärker nach eigenem Ermessen Leistungen gewähren und dadurch ihre Ausgaben um bis zu 3 Milliarden Euro senken.

Militär und RüstungBundeswehr
Die Koalition will ab 2013 rund 2 Milliarden Euro bei der Bundeswehr einsparen. Im Moment werden die Strukturen geprüft und wie sich eine Reduzierung der Truppenstärke um bis zu 40.000 Mann auswirkt.

Wirtschaft und Unternehmen 

Ja, auch die Wirtschaft muss ran!

EnergiekonzerneIn meinen Augen positiv (weil günstiger und die Grundspannung gewährleistend) ist, dass die Laufzeiten der Kernkraftwerke definitiv verlängert werden. Dafür will die Bundesregierung im Gegenzug aber etwas von den Energiekonzernen haben und zwar eine Brennelementesteuer. (ich könnte mir zwar vorstellen, dass die auf die Kunden umgelagert wird und damit im eigentlichen Sinne dann doch eine Steuererhöhung ist, was die Koalition ja eigentlich nicht einführen wollte...aber lassen wir das). Jedenfalls freut sich die Bundesregierung über Einnahmen von satten 2,3 Milliarden Euro pro Jahr.

Luftverkehrsabgabe Eigentlich zahlen das auch die Kunden, aber die Airlines haben natürlich Angst, dass die ihnen jetzt ausbleiben. Flugpassagiere sollen, bis zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emmissionshandel, eine ökologische Luftverkehrsabgabe bezahlen. (wann kommt die CO2-Atemsteuer? :-)) Na ja, jedenfalls erhofft sich der Bund dadurch Mehreinnahmen in Höhe von 1 Milliarde Euro.

Subventionsabbau
Als erstes gibt es mal keine Ausnahmen von der Ökosteuer mehr. Auch energieintensive Unternehmen sollen jetzt voll zur Kasse gebeten werden. Der Bund erhofft sich Mehreinnahmen von 1 Milliarde Euro. Überhaupt soll das nur ein erster Schritt in Richtung eines stärkeren Subventionsabbaus sein. Im entsprechenden Eckpunktepapier heißt es: In dieser Legislaturperiode wird es weder neue Subventionen geben, noch werden bestehende erhöht. Na dann!

Deutsche Bahn
Die Bahn soll künftig eine jährliche Dividende in Höhe von 500 Millionen Euro an den Bund ausschütten. Bislang hat der Konzern noch nie eine Dividende ausgeschüttet, da die Gewinne im Unternehmen bleiben. Na ja, das mit dem Börsengang war ja sowieso nix! (Ob die Bahn in Zukunft wohl noch später kommt?!)lachen

Bund und Beamte 

Der Bund will bis 2014 15.000 Stellen abbauen. Außerdem wird die geplante Erhöhung des Weihnachtsgelds für Beamte gestrichen (wow, es kriegt noch jemand Weihnachtsgeld?!), wodurch die Bezüge um 2,5% gekürzt werden. Dadurch sollen satte 4,4 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden. (Ich vermisse hier allerdings ein paar direkte Einsparungen bei den Politikern, wie in Spanien oder UK. Ich weiß zwar nicht wie Sie das sehen, aber ich finde, wenn Deutschland schon als leuchtendes europäisches Spar-Vorbild voranschreiten soll, dann doch bitte mit der Politik an der Spitze...).

Berliner Stadtschloss 

Der Wiederaufbau ist erstmal auf Eis gelegt und der Bund spart den geplanten Zuschuss von 440 Millionen Euro.

Finanzmärkte 

Und als wenn das alles nicht schon genug wäre, hat die Bundesregierung die Finanzmarkttransaktionssteuer immer noch auf dem Plan. Gerne hätten die Damen und Herren aus Berlin eine internationale oder wenigstens europäische Lösung, behalten sich aber auch den nationalen Alleingang vor. Bis 2012 will man sich entscheiden. 

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.

http://www.silbernews.at/09wissenswertes/krisenvorsorge/beit…


Mein Fazit dazu:

Sagenhaft und beschämend an manchen Punkten.
Das Hartz V Empfänger das Elterngeld gestrichen wird, ist in meinen Augen i.O. Warum? Weil das Geld für Eltern gedacht ist die zur Arbeit gehen und somit Betreuung für die Kinder benötigen.

Allerdings sollte man den Hartz V Familien alles ermöglichen um z.B. in Vereinen (z.B. Sportvereinen) teilnehmen zu können. Das heißt für mich der Staat könnte diese Jahresbeiträge tragen und direkt an die Vereine bezahlen.
Weiter sollte jedem Kind aus Hartz V Familien ermöglicht werden an Klassenfahrten und Schulfesten teilzunehmen. Da sollte die Schulen mit Kindern solcher Familien sich das Geld für diese Veranstaltungen beim Staat holen.
Somit grenzt man ärmere nicht aus, weil sie sonst nicht das Geld zur Verfügung dazu haben.

Aber Würfelhusten bekomme ich wenn ich lese das den Bundesbeamten die Erhöhung des Weihnachstgeldes gestrichen wird.... aufmerksamaufmerksamaufmerksam

[pre]Wieso bekommen die denn noch Weihnachtsgeld, das wurde doch bei den kleinen Beamten schon lange gestrichen und das Urlaubsgeld auch.....

WARUM denn nicht bei den HOHEN DAMEN und HERREN nicht?
Die bekommen doch die höchsten a und B und C Besoldungen.....

[/pre]
Da kann man noch mehr sparen, aber das würde denen ja weh tun......verrücktverrückt


Aber das Volk wird auch dieses mal nicht auf die Strasse gehen.....augen verdrehen

Gruß
TimLuca
traurigtraurig 

Bild 08.06.2010, 11:52
TimLuca
gelöscht
RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 3 Zum Seitenanfang

Ein Video!!!

 

440 Millionen für Bischöfe – warum der Staat der Kirche die Gehälter zahlt 

 

http://www.rtv.de/detailansicht.php?sendungs_id=19815828

Bild 08.06.2010, 11:53
TimLuca
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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 4 Zum Seitenanfang

08.06.2010 11:32 
Eurostat bekommt mehr Rechte 


Als Konsequenz aus dem griechischen Schuldendesaster erhält die europäische Statistikbehörde Eurostat mehr Rechte. Bei Zweifeln kann die Luxemburger Behörde in den Mitgliedstaaten an Ort und Stelle Daten überprüfen, was bisher nicht möglich war. Das beschlossen die EU-Finanzminister am Dienstag, berichteten Diplomaten am Rande der Sitzung. Griechenland hatte sich den Euro-Beitritt 2001 mit falschen Zahlen erschwindelt und auch danach fehlerhafte Daten nach Luxemburg geliefert.

Die EU-Kommission hatte bereits Mitte des vergangenen Jahrzehnts mehr Macht für Eurostat vorgeschlagen, war mit dem Vorstoß allerdings am Widerstand der Mitgliedstaaten gescheitert./cb/ddo/DP/bgf

Bild 08.06.2010, 11:58
TimLuca
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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 5 Zum Seitenanfang

Käßmann ruft zu Widerstand gegen Sparpaket auf

 

Die Kritik an Merkels Sparplan ebbt nicht ab: Die betroffenen Industrien wettern gegen die Mehrbelastungen, Sozialverbände und Gewerkschaften laufen gegen die Einschnitte Sturm. Jetzt fordert auch die ehemalige Ratsvorsitzende der Protestanten Margot Käßmann die Kirchen zum Widerstand gegen das Spardiktat auf.

 

http://news.onvista.de/handelsblatt-top-news/artikel/08.06.2010-18:01:09-kaessmann-ruft-zu-widerstand-gegen-sparpaket-auf?ID_NEWS=146915910

Bild 08.06.2010, 18:59
Offline Midy Männlich
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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 6 Zum Seitenanfang

Krise bremst Reiche aus

Die Reichen wurden immer reicher - bis die Krise kam. Welche Spuren die Wirtschaftskrise auf den Konten der höheren Schichten hinterlassen hat, ist bislang nur grob abzuschätzen. Aber wieder einmal zeigt sich: Wohlstand ist immer auch ein konjunkturelles Phänomen.

BERLIN. Brummt die Konjunktur, werden die Reichen reicher – lahmt sie, dann geben sie statistisch gesehen wieder etwas ab. Das liegt daran, dass sich ihr Wohlstand besonders stark auf schwankende Kapitaleinkommen und Vermögen stützt. Trotzdem hat sich die Spreizung des Wohlstands in Deutschland in den vergangenen Jahren insgesamt verstärkt – der Langfristtrend ist ein Genosse der höheren Schichten.

Präzise Daten über die Einkommens- und Vermögensverteilung gibt es stets erst mit einigem Verzug. Für den langen Zeitraum von 1991 bis 2007 liefern Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) indes ein recht klares Bild: Während die obersten zehn Prozent der Gesellschaft kurz nach der Wende etwa 26 Prozent aller am Markt erzielten Einkommen für sich verbuchen konnten, waren es 2007 immerhin gut 31 Prozent. Und für das obere Drittel der Gesellschaft hat sich der Anteil in dieser Zeit von 57 auf gut 62 Prozent erhöht.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Steuern und Abgaben die Spreizung dämpfen. Denn bei den Nettoeinkommen stieg der Anteil des oberen Zehntels am Gesamtkuchen von 1991 bis 2007 nur von 20,7 auf 24 Prozent. Für das obere Drittel ergibt sich beim Netto ein Anstieg von 47 auf 50 Prozent des Gesamtvolumens. Das zeigt, dass von den Zuwächsen der oberen Schichten auch ein Zuwachs für den Staat abfiel. Trotzdem haben sie ihre Position verbessert.

Krise treibt die Lohnquote hoch

Noch stärker als beim Einkommen zeigt sich die Spreizung indes beim Vermögen: Hier hatte 2007 allein das oberste Zehntel gut 61 Prozent des Kuchens. Fünf Jahre zuvor waren es noch knapp 58 Prozent gewesen – und kurz nach der Wiedervereinigung sogar noch etwas weniger als die Hälfte.

Welche Spuren die Wirtschaftskrise auf den Konten der höheren Schichten hinterlassen hat, ist bisher nur grob abzuschätzen. Indizien liefert zum Beispiel die Lohnquote. Sie gibt an, welcher Anteil des gesamten Volkseinkommens auf Löhne aus abhängiger Arbeit entfällt – und welcher auf Einkommen aus Gewinnen und Vermögen. Der Anteil der Löhne ist 2009 sprunghaft von 65 auf 69 Prozent gestiegen und damit auf das höchste Niveau seit 2003, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelt hat. Bekanntlich gab es in der Krise keine starken Lohnerhöhungen. Der Anstieg der Quote erklärt sich durch stark gesunkene Kapitaleinkommen.

Eine weitere Analyse des IW belegt, dass die staatliche Umverteilung durch Steuern und Abgaben auf der einen Seite sowie durch Sozialleistungen auf der anderen Seite gar nicht so schlecht funktioniert: Während das untere Drittel der Gesellschaft im Schnitt rund 900 Euro pro Monat vom Staat bekommt, muss das obere Drittel per saldo mehr als 1000 Euro pro Monat abführen; beim obersten Zehntel sind es sogar fast 2 300 Euro. Das hat vor allem damit zu tun, dass die obersten zehn Prozent allein mehr als die Hälfte der gesamtem Einkommensteuer zahlen.

Quelle:http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/wohlstand-krise-bremst-reiche-aus;2598212

Bild 12.06.2010, 08:26
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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
# 7 Zum Seitenanfang

27% Luxussteuer

Peter Müller (Saar CDU): 27 Prozent Luxussteuer. Saarländischer Ministerpräsident fordert dritten Mehrwertsteuersatz. Einkommensteuer auf 48 Prozent anheben. Gesundheitssystem durch höhere Beitrags- und Versicherungspflichtgrenze stützen.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) fordert massive Steuererhöhungen zur Sanierung der Staatskasse. Sowohl bei der Mehrwertsteuer als auch bei der Einkommensteuer sprach sich Müller im Interview mit der WirtschaftsWoche für höhere Spitzensteuersätze aus. Im einzelnen plädiert der CDU-Spitzenpolitiker für eine Luxussteuer von 27 Prozent auf „Luxusgüter wie Segelyachten, teure Limousinen und Champagner“. Solche Produkte sollten nach seinem Empfinden „höher als zum normalen Mehrwertsteuersatz besteuert werden“. Dies geschehe längst in einer Reihe von Nachbarstaaten, die nicht nur zwei, sondern drei Mehrwertsteuersätze hätten. Höhere Steuern seien erforderlich, damit auch die Leistungsstarken zum Sparpaket der Bundesregierung beitrügen. „Wenn schon der Gürtel enger geschnallt werden muss, dürfen die größten Gürtel nicht außen vor bleiben.“
Zur Einkommensteuer erklärte Müller gegenüber der WirtschaftsWoche, dass er sich beim Spitzensteuersatz „eine Anhebung auf 48 Prozent (bisher 42) vorstellen könnte“ plus Solidarzuschlag und Reichensteuer. Die Mehreinnahmen von anderthalb Milliarden Euro pro Prozentpunkt könne man sowohl für die Konsolidierung des Staatshaushalts als auch gegen die kalte Progression verwenden. Der Koalitionspartner FDP habe sich bereits von den Steuersenkungsplänen verabschiedet. Auch das Tabu „keine Steuererhöhungen“ sei längst gefallen. „Im schwarz-gelben Sparpaket stehen die Einführung einer Brennelemente-Steuer, eine Ticketabgabe für Flugpassagiere und die Einschränkung von Begünstigungen bei der Energiesteuer. Das alles sind faktische Steuererhöhungen.“ Auch bei den Konjunkturprogrammen ließe sich Geld sparen, sofern Projekte noch nicht begonnen worden seien. Diese müssten „auf den Prüfstand. Wir müssen das Konjunkturprogramm nicht mit Gewalt bis zum letzten Cent aufbrauchen.“
Hinsichtlich des Gesundheitssystems sagte der saarländische Ministerpräsident der WirtschaftsWoche, man müsse eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze prüfen. Dadurch könne „die Solidaritätsbasis breiter werden“. Damit verbunden wäre dann auch eine Anhebung der Versicherungspflichtgrenze.

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Gruß

Silbernews

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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
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Schützt Euer Geld vor dem Staat!

ALLEINE DIE ÜBERSCHRIFT IST SCHON EIN WAHNSINN.

 

„Schützt Euer Geld vor dem Staat“

Kaum ein anderer Finanzwissenschaftler attackiert die Politik so heftig wie Bernhard Scherer. Er warnt Anleger vor einer drohenden Enteignung durch den Staat. Dem Bürger müsse klar werden, dass er sein Geld vor dem Zugriff des Staates schützen muss.

 

Handelsblatt: Die Staatsschulden in vielen Ländern explodieren, der Euro taumelt. Geht's eigentlich noch schlimmer?

Bernhard Scherer: Das will ich mir nicht vorstellen, aber ich halte Staatspleiten in Europa für sehr wohl denkbar. Ganz einfach, weil es rational wäre für den Staat, sich seiner Schulden zu entledigen.

HB: Haben Sie ein Beispiel?

Scherer: Nehmen wir Griechenland. In drei Jahren wird Griechenland auf noch mehr Schulden sitzen. Ich erwarte eine frühere Restrukturierung. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Rettungsschirm und die dafür gegründete Zweckgesellschaft so funktionieren. Als Anleger investiere ich doch bei einem bestimmten Zinsniveau lieber in die Anleihen der sicheren Zweckgesellschaft als in das Land selbst.

HB: Womit wir schon bei den Anlagetipps wären . . .

Scherer: . . . es gibt ein Portfolio für normale Zeiten und ein Portfolio für nicht normale Zeiten.

HB: Wir meinen letzteres.

Scherer: Da hinein gehören aus heutiger Sicht der Schweizer Franken, kanadische Bonds, globale inflationsindexierte Anleihen und auch etwas physisches Gold. Dazu kommt die Diversifikation der Depots über die Welt. Es ist der einzige Weg sich vor der Enteignung zu schützen.

HB: Starker Tobak: Enteignung!

Scherer: Ja, Enteignung. Was erleben wir denn: Persönliche und wirtschaftliche Freiheit sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn der Staat wirtschaftliche Freiheiten einschränkt, schränkt er immer auch die persönliche Freiheit ein.

HB: Gibt es zu viele Staatseingriffe?

Scherer: Man muss der Politik nur zuhören. Wenn Herr Schäuble heute sagt, dass Bankgeheimnis hat sich überholt, dann müssen wir alle wissen, was das bedeutet: In der Schuldennot wird sich der Staat überall bedienen wollen. Dem Bürger muss klar werden, dass er sein Geld vor dem Zugriff des Staates schützen muss.

HB: So schlimm?

Scherer: Dem Staat bleibt nichts anderes übrig, um die Stabilität und das Überleben der Gesellschaft zu sichern. Er wird dem Bürger in Zukunft Geld wegnehmen.

 

HB: Wie?

Scherer: Etwa über eine Erbschaft- oder Vermögenssteuer, Zwangsanleihen, Inflation. Leider haben die Deutschen die falschen Reflexe und rufen nach einem starken Staat.

HB: Der letzte Fall eines Markteingriffs war das Verbot ungedeckter Leerverkäufe . . .

Scherer: . . . und genau das ist die Art von Entscheidungen, die mir Angst machen. Emotional, politisch motiviert und ökonomisch schädlich. Ein Leerverkaufsverbot verhindert den Informationsfluss und damit die Markteffizienz, die letztlich der beste Schutz für den Kleinanleger ist: nämlich die Sicherheit, dass alle Informationen im Kurs sind.

HB: Also ein Schuss, der nach hinten losgeht.

Scherer: Und dazu noch leicht zu unterlaufen. Wenn ich alle Nicht-Bank-Aktien im Dax kaufe und gleichzeitig den Dax-Future verkaufe, habe ich praktisch eine Short-Position auf Finanzaktien – ohne dass die Finanzaufsicht etwas mitbekommt.

HB: Das war jetzt für Gourmets. Die Krise spiegelt sich im Euro-Verfall. Wie geht es weiter?

Scherer: Leider ist der Euro das Ergebnis des Primats der Politik. Er war und ist eine Fehlkonstruktion. Und helfen musste ihm auch niemand, denn alle wissenschaftlichen Modelle sehen seinen fairen Wert etwa bei 1,20 Dollar. Die Not war nur vorgetäuscht, um die Bevölkerung hinter sich zu bringen.

HB: Was hätte denn statt des Hilfspakets passieren sollen?

Scherer: Besser wäre eine Umschuldung für Griechenland mit einem 'Haircut', also einer Herabsetzung des Bondwerts, bei vielleicht 60 Prozent. Das hätte auch Banken und deren Anleger diszipliniert. Stattdessen haben wir nur die Schulden erhöht.

HB: Sind die Euro-Staaten alle gefährdet?

Scherer: Die meisten sind eigentlich pleite, Deutschland wahrscheinlich auch. Inklusive der außerbilanziellen Schulden kommt Deutschland auf ein Verhältnis Schulden zu Wirtschaftsleistung von etwa 400 Prozent, bei anderen Ländern sind es bis zu 800 Prozent. Außerbilanziell heißt, dass beispielsweise auch die Pensionsverpflichtungen des Staates eingerechnet sind, die immer unterschlagen werden.

HB: Auf Finanzkrisen folgen laut Studien regelmäßig Staatskrisen...

Scherer: Die Staaten werden zu drastischen Maßnahmen greifen. Bill Gross, Guru beim großen Bondverwalter Pimco, hat gesagt, er glaubt nicht, dass die Eigentumsrechte in den USA unangetastet bleiben.

Quelle:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/bernhard-scherer-schuetzt-euer-geld-vor-dem-staat;2601638

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Gruß

Silbernews

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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!
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Kürzungen, die „jeder Person weh tun“

von Bill Bonner

In Großbritannien bereitet Cameron Kürzungen vor, die jeder einzelnen Person weh tun".

Dazu Bloomberg:

Der britische Premierminister David Cameron bereitet die Wähler auf die stärksten Ausgabenkürzungen seit einer Generation vor. Er sagte, die vorige Labozur-Regierung habe die Staatsfinanzen in schwächerer Verfassung als angenommen hinterlassen.
Die Größe dieses Problems ist sogar noch schlimmer, als wir dachten", sagte Cameron in einer Rede in Milton Keynes, 50 Meilen nördlich von London. Die Entscheidungen, die wir machen, werden jede einzelne Person im Land betreffen. Und die Auswirkungen dieser Entscheidungen werden Jahre andauern, vielleicht Jahrzehnte."
Heute geben wir mehr für die Zinsen auf unsere Schulden aus als für den Betrieb aller Schulen in England", sagte Cameron.
Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen sind sozial schmerzhaft. Aber was ist die Alternative, weiterhin großzügig Geld ausgeben?" Nouriel Roubini, der New Yorker Volkswirt, der die Krise prognostizierte, sagte dies in einem Interview mit Le Monde. Die Märkte haben bereits den Alarm gehört, welcher besagt, dass ein weiter so in den Bankrott führen wird", sagte er. Einschränkungen wünscht sich niemand."

Was in Großbritannien passiert ist, ist nicht so anders als das, was anderswo in der entwickelten Welt passiert ist. Und es ist richtig so. Die Ausgaben müssen nun gekürzt werden.
Ich wiederhole meine Worte: Die Leute geben ihre allgemeinen Überzeugungen nicht leicht auf, besonders solche nicht, die sehr attraktiv sind. Wie die Überzeugung, dass sich etwas von nichts erhalten kann. Wie könnte der Konsumentenkapitalismus, der so lange phänomenal erfolgreich war, sie jetzt im Stich lassen? Das kann er einfach nicht, sagen sie sich selbst. Warum sollten sie einen Rückgang ihres Lebensstandards akzeptieren, wo doch jeder weiß, dass sie reicher und immer reicher werden können? Das kann nicht sein.
Und dennoch. Ausgabenkürzungen und ein Zurückschrauben der Ansprüche sind jetzt das Gebot der Stunde. Ein weiter-so" wird in den finanziellen Ruin führen.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de

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Gruß

Silbernews

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RE:Sparen, sparen, sparen...... aber immer bei den FALSCHEN!!!

Alle müssen sparen – auch die Politik?

von Sven Weisenhaus

der überraschende Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler (CDU) - für mich ein absolutes Non-Event. Was mich dabei aber total nervt - der Mann bekommt 200.000 Euro pro Jahr als Ehrensold!!! Das sind 17.000 Euro jeden Monat. In Worten siebzehntausend !!!
Hätten es nicht auch 100.000 oder 50.000 Euro getan??
Wie viele Steuerzahler sind wohl nötig, um alleine solche Staatskosten zu tragen? Und der Mann ist ja nicht der einzige, der sein restliches leben lang die Staatskassen auf unerhörter Weise strapaziert. Es ist für mich ein absoluter Skandal.

Alle müssen sparen - auch die Politik?

Auch bei den aktuellen Sparplänen, die Mitte August vom Bundeskabinett als Haushaltsgesetz verabschiedet werden sollen, vermisse ich ein paar direkte Einsparungen bei den Politikern, wie in Spanien oder UK. Von einer Diätenkürzung als symbolischem Vorbild-Akt ist leider auch in diesem Sparpaket nichts zu lesen.
Zwar sollen die Bundesbeamten im kommenden Jahr auf die eigentlich geplante Erhöhung des Weihnachtsgeldes verzichten, was sich bis hinauf zur Bundeskanzlerin auswirkt, rein faktisch bedeutet dies jedoch gerade mal eine Kürzung der Gesamtbezüge um 2,5 Prozent. Zudem werden insgesamt 10.000 Stellen bis einschließlich 2014 beim Bund abgebaut. Aus beiden Maßnahmen ergibt sich ein Gesamtsparpotenzial von rund 13,4 Mrd. Euro bis 2014.
Damit folgen die deutschen Spitzenpolitiker zumindest dem Trend in anderen europäischen Ländern, allerdings sind dort die Einschnitte bei den Ministern deutlich größer ausgefallen.

Aktuelle Pläne können noch verworfen bzw.geändert werden

Zumal zunächst abzuwarten bleibt, ob die Pläne auch tatsächlich so umgesetzt werden.
Die Maßnahmen aus dem Sparpaket werden im Haushaltsentwurf für das Jahr 2011, der Anfang Juli vom Kabinett verabschiedet wird, sichtbar werden. Ein Großteil der Einsparungen macht es jedoch nötig, bestimmte Gesetze zu ändern. Aus diesem Grund wird das Kabinett ein Begleitgesetz zum Haushalt im August beschließen. Die Beratungen zum Haushalt beginnen dann im September. Die Verabschiedung von Haushalt und Begleitgesetz erfolgt dann regulär Mitte Dezember.
Das Parlament hat das Recht, zwischen Kabinettsentwurf und Verabschiedung der Gesetze Veränderungen vorzunehmen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass am Sparpaket in seiner Form noch Änderungen vollzogen werden.
Aber wie sehen die aktuellen Sparpläne eigentlich konkret aus?

Das Sparpaket im Einzelnen

Der aktuelle Bundeshaushalt hat im Moment einen Umfang von knapp 320 Mrd. € und benötigt zur Deckung dieser Ausgaben 80 Mrd. € neue Kredite. Das bedeutet, dass aktuell 1/4 aller Bundesausgaben durch Schulden finanziert werden. Deshalb sollen bis 2014 über 80 Mrd. € gegenüber der bisherigen Finanzplanung eingespart werden. Allein im kommenden Jahr sollen es bereits 11 Milliarden sein.
Die Sparmaßnahmen verteilen sich zu jeweils einem Drittel auf die Bereiche Soziales, Wirtschaft und Verwaltung. Große Einschnitte wird es neben den Einsparungen bei den Bundesbehörden im Sozialbereich, dem größten Ausgabenblock, geben. Auch Subventionen und Steuervergünstigungen sollen zurückgefahren werden. Damit muss sich auch die Wirtschaft auf Milliardenbelastungen einstellen. Hier soll es zusätzliche Steuern für Atomkonzerne, eine neue Luftverkehrsabgabe und, wie bereits mehrfach diskutiert, evtl. eine Bankenabgabe 2012 geben. Die Bundeswehr soll in großem Stil umstrukturiert und um 15% verkleinert werden. Das finde ich persönlich besonders sinnvoll und halte das für schon lange überfällig.
Wer sich die Pläne aber mal im Einzelnen ansehen will, dem kann ich einen Beitrag meiner Kollegin Miriam Kraus vom Rohstoff Daily ans Herz legen. In ihrem Beitrag vom 07. Juni hat sie sehr übersichtlich die verschiedenen Maßnahmen beschrieben. Klicken Sie einfach » hier.
Wie sich der Sparplan finanziell auswirkt, können Sie folgender Tabelle entnehmen:

http://www.silbernews.at/09wissenswertes/krisenvorsorge/beitraegezurkrisenlage/03c1989d991254001.php 

Kürzungen müssen nur schön verpackt werden

Faszinierend, wie schnell plötzlich Ausgabenkürzungen durchgeführt werden können. Der Aufschrei wäre riesig gewesen, wenn die aktuellen Kürzungen nicht unter dem Deckmantel der Euro-Krise stattfinden würden.
Die Medienlandschaft und die Dummheit der Menschen lassen Ausgabenkürzungen nun mal in Deutschland nicht unter einem bloßen Appell an den Verstand der Bundesbürger zu. Der Wähler muss offenbar belogen werden, weil der Durchschnittsbürger zu dumm ist, um die Wahrheit zu akzeptieren. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich das so sage, aber so ist Deutschland nun mal.

(Natürlich nicht meine verehrten Leser, denn da merke ich an den Kommentaren, dass es sich um sich informierende Bürger handelt.)

Es ist doch nichts Neues, dass die Ausgaben schon seit Jahren hätten gekürzt werden müssen. Aber in der aktuellen Situation lassen sie sich dem Bürger einfach besser verkaufen. Zumal demnächst WM ist, da liegt der Fokus eh auf anderen Dingen und die Politik bekommt ein deutlich geringeres Medieninteresse. Da ist der Aufschrei nur groß, wenn Deutschland mal schlecht Fußball spielt.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews.at keine Haftung.
Quelle: » http://www.investor-verlag.de

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Gruß

Silbernews

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